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| Erfahrungen mit FuturaPad
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Sonderdruck aus dlz agrarmagazin Heft 2/2003 Postf. 400580 80797 München GEKLOTZT STATT GEKLECKERT
Neben Klauenschuhen, herkömmlichen Holz- und Gummiklötzen gibt es jetzt eine weitere Möglichkeit, kranke Klauen zu entlasten. Auf den ersten Blick wirkt der FuturaPad wie „alter Wein in neuen Schläuchen“. Denn er sieht aus wie ein normaler Holzklotz, auf dem ein Schaumstoffbelag aufgebracht ist. Dieser und die Art des Klebers haben es aber in sich. Die Eigenschaften der neuen Technik sind eher mit denen eines Gummiklotzes zu vergleichen, da im Gegensatz zu Holzklötzen der Kleber nur auf den Klotz aufgebracht wird und ein pantoffelartiges Modellieren des Klebers rund um die Klaue wegfällt. Der Schaumstoff soll für einen besseren Kontakt zwischen Sohle und Klotz sorgen und damit die Haltbarkeit verbessern. Außerdem kann man sich Arbeit sparen, da der Schaumstoff kleinere Unebenheiten auf der Sohle ausgleichen soll und diese daher nicht völlig plan sein muss. Ein weiterer Vorteil, den der Hersteller nennt, ist die Tatsache, dass der Schaumstoffbelag nur die Sohle mit dem Klotz verklebt und den Ballen freilässt. In der Praxis kommt es oft vor, dass der Ballen mit verklebt wird und die Kuh dadurch beim Laufen einschränkt. Hält die neue Technik, was der Hersteller verspricht? Einfach zu handhaben Die Klötze sind praktisch und zweckmäßig verpackt, die Gebrauchsanweisung ist ausführlich, übersichtlich und gut verständlich. Das Produkt lässt sich einfach handhaben. Durch die einseitige Beschichtung und Schaumstoffauflage ist der FuturaPad aber nur einseitig verwendbar. Wie bei Klauenschuhen müssen hier linke und rechte Klötze gekauft werden. Sie gibt es in der Normalgröße (110 mm lang) oder als 130 mm – XL – Version (auf Nachfrage auch Sondergrößen). Verwendet werden die Pads ähnlich wie Gummiklötze (z.B. Podobloc). Im Vergleich zu allen anderen Entlastungssystemen ist der FuturaPad sehr schnell auf die Klaue gebracht. Während ein geübter Klauenpfleger je nach Witterung (Temperatur, Aushärtung des Klebers) vier bis zehn Minuten für einen konventionellen Holzklotz benötigt, ist der FuturaPad nach zwei Minuten fest mit der Klaue verbunden und voll belastbar. Wo einsetzen? Der Einsatzbereich des FuturaPad ist größer als bei Gummiklötzen, weil der Schaumstoffbelag auf dem Klotz eine Anpassung an die Konturen der Sohlenoberfläche erlaubt. Die Klauensohle, auf die er angebracht werden soll, muss daher nicht absolut plan vorbereitet werden. Bei hohlen oder sehr unebenen Klauen, wie sie häufig bei Weide- oder Tiefstreuhaltung auftreten oder bei kleineren Klauen mit schlechter Hornsubstanz hat aber auch diese Technik Grenzen. In solchen Fällen sind Klauenschuhe die bessere Alternative, weil durch die Klebemasse des Zweikomponentenklebers starke Unebenheiten besser ausgeglichen werden können. Der Klotz hält Nach rund vier bis fünf Wochen sollte die behandelte Klaue wieder belastbar sein und die Entlastungshilfe abgenommen werden oder von selber abfallen. Bis auf einen der verarbeiteten Testklötze haben alle anderen mindestens diesen Zeitraum gehalten. Ein Versuchspad wurde auf eine kleine, unebene Klaue angebracht. Durch die zu geringe Kontakt- und Klebefläche ging dieser Klotz nach schon 17 Tagen verloren. Gesamtergebnis: Das Klebesystem sorgt dafür, dass die Klötze mindestens die empfohlene Dauer an der Klaue halten. Sie lassen sich aber leicht von der Klaue mit einer Zange entfernen. Fazit Der FuturaPad ist eine gute Lösung, um erkrankte Klauen zu entlasten. Die Technik lässt sich einfach und schnell handhaben. Ein Modellieren wie es beim Anbringen von Holzklötzen üblich ist, entfällt. Dadurch lässt sich Zeit sparen. Der Zeitgewinn beim Anbringen liegt im Vergleich zu anderen Entlastungssystemen bei zwei bis acht Minuten pro Klotz. Da durch die Schaumstoffauflage kleinere Unebenheiten ausgeglichen werden, bringt die Anwendung auch mehr Benutzersicherheit. Das macht die Technik, trotz ihres vergleichsweise hohen Preises (17 Euro für einen Doppelpack mit linkem und rechtem Klotz) sowohl für den Landwirt aber auch für den professionellen Klauenpfleger interessant. So rechnen sich die Mehrkosten bei überbetrieblichen Klauenpflegern je nach Abrechnungsmodus über einen höheren Durchsatz. PDF-Datei des Artikels inklusive Bilder Demotec Intelligente Problemlösungen |
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